Zeichen und Wunder
Seit kurzem arbeite ich als "Wiederholungstäter" bei einer Immobilienverwaltung, wo ich vor sechs Jahren gekündigt hatte.
Ich habe mich nur wieder auf den Job in dieser Firma eingelassen, weil ein Großteil meiner Kolleginnen von damals, die ich wirklich gerne mag, noch dort beschäftigt ist. Grund für meine Kündigung damals war das absolut unchefige Benehmen der Chefin uns allen gegenüber. Die anderen Damen haben irgendwie ein wesentlich dickeres Fell und stabileres Nervenkostüm als ich, daher also fast alle noch da. Gleichzeitig wurde mir immer wieder versichert, dass Chefchen nicht mehr so übel drauf sei, wie früher.
Heute habe ich mich wiederholt gewundert und hiermit ist der Moment gekommen, in dem ich ein dickes Lob an meine jetzt ziemlich chefige Chefin loswerden muss (sie weiß nichts von diesem Blog! - ebenso wenig die Kolleginnen).
Sie hatte mich angerufen und gebeten, etwas früher zu beginnen. Kein Thema. Wenn ich so etwas einrichten kann, mache ich das.
Und jetzt kommt der Knaller: "Dann gehen Sie aber auch früher!"
Dieser Satz (und ähnliche in diesem Stil) wären vor Jahren undenkbar gewesen. Unanbhängig davon, das das oder ein späterer Ausgleich selbstverständlich sein sollte, haben wir so etwas niemals zu hören bekommen. Statt dessen Vorwürfe, Hektik, Geschrei. Diese kleine Person hat es seinerzeit geschafft, innerhalb von Sekunden einen ganzen Laden - lauter gestandene Frauen - aufzumischen.
Was auch noch unbedingt erwähnenswert ist: Sie schreit nicht mehr.
So schön ist das und ich kann immer wieder sagen: Hut ab! Egal, worauf dieser Sinnes- und Benehmenswandel beruht, wir nehmen das zur Kenntnis, fühlen uns wohl damit und freuen uns darüber.
Vielleicht sollte ich ihr doch mal den Link zukommen lassen...
veilchenpastille am 28. August 12
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Mistwetterbeschäftigungsmöglichkeiten
Wenn es draußen mal wieder so ungemütlich, matschelig, bedeckt, stimmungsgrau ist, dann benötigt man schöne Beschäftigungsmöglichkeiten (MWBM), um sich von der fiesen Hausarbeit abzulenken.
Nachdem wir einen nassen Windspaziergang mit Hundi hinter uns gebracht hatten, saßen meine liebe Freundin C. (studierte Sozialmenschin, beschäftigt als Schuldnerberaterin) und ich (Immobilientussi) also gemütlich bei Tee und den Kindergeburtstagsfutterresten zusammen und haben im BGB nach dem Gesetz gesucht, welches besagt, dass man Eigentum an Grundbesitz einfach so aufgeben kann und in dem geregelt ist, wie das vonstatten geht. Das Gesetz haben wir gefunden. Für Interessierte: § 928 BGB.
Beim Weiterblättern bin ich dann über diese wunderbaren Paragraphen gestolpert:
"§ 961 Eigentumsverlust bei Bienenschwärmen
Zieht ein Bienenschwarm aus, so wird er herrenlos, wenn nicht der Eigentümer ihn unverzüglich verfolgt oder wenn der Eigentümer die Verfolgung aufgibt.
§ 962 Verfolgungsrecht des Eigentümers
Der Eigentümer des Bienenschwarms darf bei der Verfolgung fremde Grundstücke betreten. Ist der Schwarm in eine fremde nicht besetzte Bienenwohnung eingezogen, so darf der Eigentümer des Schwarmes zum Zwecke des Einfangens die Wohnung öffnen und die Waben herausnehmen oder herausbrechen. Er hat den entstehenden Schaden zu ersetzen."
(nachzulesen hier:
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/)
Wir fanden das ziemlich witzig, was alles in unseren Gesetzen geregelt ist. Ich stelle mir das Szenarium so oder ähnlich vor:
Ein Imker in voller Montur, der "§ 962" kreischend und mit dem Auszug aus dem BGB wedelnd bei wildfremden Menschen durch die Rosen trampelt, um weiterhin Eigentümer seines abtrünnigen Bienenschwarms zu bleiben.
Auch die zeitliche Regelung des Verfolgungsbeginns in § 961 ist ziemlich gewagt: "Unverzüglich" ist meiner Ansicht nach eine kaum zu nehmende Hürde. Schließlich hockt der Bienenfreund nicht den ganzen Tag vor den "Bienenwohnungen" und bewacht die Tierchen.
So haben wir also einen amüsanten Nachmittag mit der deutschen Rechtsprechung verbracht. Kaum vorstellbar, aber mit etwas Phantasie geht das wirklich.
veilchenpastille am 26. August 12
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give all the idiots a brand new religion
Zwischen all den herzerwärmenden und alltäglichen Einträgen in meinem Blog, gibt es heute - wie ich finde - einen echten Schocker:
http://www.klima-luegendetektor.de/2012/08/24/berliner-zeitung-schulden-in-die-tasche-lugen/
Von dem Begriff des World-Overshoot-Day hatte ich bisher noch nichts gehört, aber Bauchweh macht mir diese anschauliche Beschreibung doch. Erschreckend finde ich immer wieder, dass das Geld an erster Stelle steht und unsere Lebensgrundlage kaum berücksichtigt wird.
Sollte doch eigentlich genau andersherum sein, oder nicht?
Dazu fällt mir spontan dieses hübsche Liedchen von Bad Religion - Helden meiner End-Teenie-Zeit - ein:
http://www.youtube.com/watch?v=DoBIOU6cqwY
Und zum besseren Verständnis hier noch der Text:
http://www.magistrix.de/lyrics/Bad%20Religion/I-Want-To-Conquer-The-World-7183.html
Nicht ganz das Thema, aber die Richtung stimmt.
veilchenpastille am 26. August 12
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Heute ist ein ganz besonderer Tag: Ich habe den letzten Kindergeburtstag für dieses Jahr hinter mir!!! Jede Mami weiß, was das bedeutet.
Prachtexemplar Nr. 2 hatte sich eine Cocktailparty mit Schnitzeljagd gewünscht. Diesem Wunsch habe ich gerne entsprochen.
Ansonsten war es wirklich angenehm. Mein Kind ist glücklicherweise nur mit sehr lieben und umgänglichen Jungs befreundet. Seine Kindergartenfreundin bekommt ein Extra-Date. Mein Schnuckiputzi wollte nicht, dass sie sich allein unter Jungs unwohl fühlt. Das finde ich absolut süß und fürsorglich von ihm und auch diesen Wunsch werde ich ihm gerne erfüllen.
Die Meute hat mehr getrunken als gegessen, so dass die Essensplanung für den Rest des Wochenendes auch schon fest steht: Kuchen, Chips, Flips, Gummibärchen, Kracher, Käsewürfel mit Mandarinen und jede Menge Saft mit Eiswürfeln drin.
Nicht gesund, aber das Zeug muss ja weg. Nur ich muss mich leider zusammenreißen, weil ich die 60 kg Marke geknackt habe und unbedingt wieder darunter kommen will. Schade schade.
veilchenpastille am 25. August 12
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