Sonntag, 30. September 2012
Märchenstunde
Heute Morgen bin ich mit Butzili im Nebel spazieren gegangen und dabei ist mir eine schöne Geschichte, als ich noch Klein-Hilde war, eingefallen:

Ich war 9 oder 10 Jahre alt und mit meiner kleinen Schwester (5 oder 6 Jahre alt) am Wochenende abends allein zu Haus. Wir hatten Fernsehverbot und sollten bestimmt auch eigentlich im Bett liegen und schlafen. Eigentlich.

Nachdem wir die Süßigkeitenvorräte gefunden und geplündert hatten, haben wir uns vor den Fernseher gesetzt und mal geschaut, was in den drei Programmen so lief. Die Programme musste man damals noch mittels eines Rädchens suchen - ähnlich wie beim Radio.

Wir waren schnell fündig und uns einig: Unsere Wahl fiel auf "The Fog - Nebel des Grauens".
Wer nicht weiß, was das für ein Film war, siehe hier:

http://www.youtube.com/watch?v=l1wlrXJATBQ&feature=fvwrel

Dieser Film war und ist (das Remake von 2005) ab 16 und nun kann man sich sicher lebhaft vorstellen, wie die Handlung auf zwei kleine Mädchen, die abends allein zu Hause waren, gewirkt hat.

Noch nicht einmal mit Kissen vor den Augen und Ohren zuhalten haben wir unsere Angst bezähmen können. Wir waren am quietschen vor Entsetzen und wie gelähmt. Keine von uns konnte ihren Platz verlassen und ausmachen. Der Film war so schrecklich. Ich glaube, ich hab es dann doch noch geschafft zum Fernseher zu springen und schnell auszuschalten. Fernbedienung gab es ja noch nicht. An's Ausmachen selbst konnte ich mich danach gar nicht mehr erinnern. Ich saß plötzlich wieder auf dem Sessel und der Fernser war aus. Was für ein Horror! Danach haben wir uns - soweit ich mich erinnere - an Fernsehverbot gehalten. Die Lektion war also doch für was gut...

Und nun liebe Kinderlein: Wenn Mami und Papi zu euch sagen, dass ihr spät abends, wenn ihr allein seid, nicht mehr fernsehen sollt, weil dann Dinge gezeigt werden, die nicht für Kinder sind, dann entspricht das der Wahrheit. Denkt immer schön an Hilde, die über dreißig Jahre später immer noch diesen Gruselabend in lebhafter Erinnerung hat ...

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Dienstag, 25. September 2012
Morgenfreuden
Heute Morgen konnte ich mich schon über (mindestens) zwei Dinge freuen:

1. Wir hatten einen wunderschönen Zuckerwattehimmel, der leider von meiner Kamera nicht 1:1 eingefangen wurde.

2. Prachtexemplar Nr. 2 verfügt über ein beachtliches Selbstbewusstsein. Ich hatte ihm geraten, Rechtsanwalt zu werden, weil er in jede Lücke, die er findet, reingeht und darin rumpopelt, bis man nicht mehr weiß, worum es in der Diskussion eigentlich ging. Seine Reaktion: Wenn das dieser Malerfuzzi studiert hat, dann schaff ich das auch. Er meinte Goethe, hat ihn in dem Moment aber mit Hundertwasser verwechselt. Auf meine Frage, was denn bitte Goethe und Hundertwasser miteinander zu tun haben sollen, hat er noch Schiller ins Spiel gebracht. Ich sag's ja: Mein Kind ist der geborene Jurist.

3. Und dann hatte ich natürlich noch die üblichen Freudenmomente: von Butzi am Bett begrüßt werden, meine süßen Miezen nach einer nächtlichen Abenteuertour reinlassen, Kaffee trinken, ...

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Sonntag, 23. September 2012
Probe-Rentner
Teenie-Ding hat mir eben erzählt, dass sein Deutschlehrer demnächst für zwei Monate in "Vater-Ruhestand" gehen wird.

Super Wortkreation für eine immerhin ansatzweise super Sache.

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