Fragelos
Normalerweise will ich immer alles genau wissen. Gefühlsregungen werden registriert und hinterfragt. Warum ist das jetzt so, wie es ist und warum fühlt sich das so an, wie es sich anfühlt.
Dasselbe bei Beziehungen. Bei jedem Mann war ich irgendwie unruhig. Immer gab es etwas, das mich zum Fragen und Bewerten animiert hat.
Und jetzt. Jetzt bin ich Fragelos. Bis vor einem halben Jahr wusste ich nicht, wie Beziehung sein kann. Seit ich den Mann kenne, ist alles klar. Keine Frage mehr, kein Hinterfragen mehr. Einfach so.
veilchenpastille am 12. November 13
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Wiesuh denn bluhß?
Das hab ich mich heute gefragt.
Die unschlagbare C hat mich aufgrund von Blasenentzündung und dicker Grippebirne zu Sofaruhe inklusive Schwachsinn glotzen verdonnert.
Natürlich habe ich diese Anweisung auf's allerbravste befolgt und mich heute morgen nach Pipirunde mit Butzi vor die Glotze geschleppt.
Und was begnet mir auf der Suche nach Schwachsinn als Erstes? Der Gruselschwachsinn, mit dem wir Rheinländer geschlagen sind - ob wir wollen oder nicht:
Wildgewordene Menschen, die sich auf der Straße in die Arme fallen und gegenseitig abknutschen. Dazu brüllend laut Mitgrölschunkelmusik und Narrenkappen.
Hach, was beneide ich doch unsere Mitmenschen im Norden.
veilchenpastille am 11. November 13
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Vorsicht - freilaufendes Huhn
Als Teenie-Ding noch im Kleinkind-Alter war, hatte meine Mutter einen Nachbarn mit Hühnern.
Die fand mein Kind total spannend ("Ooooh, die Hühner"). Eine Begegnung war besonders toll, weil eins der Hühner ganz nah an den Zaun kam und ihn neugierig beäugt hat ("Oh, der Hühn").
Seitdem wird meine Mutter zwecks Unterscheidung von den anderen Omas als Oma Huhn bezeichnet, auch wenn sie schon lange nicht mehr dort wohnt. Sogar Prachtexemplar Nr. 2 nennt sie so, obwohl ich damals noch nicht einmal an ein zweites Kind gedacht habe.
Letztes Wochenende haben der Mann und ich uns ein kinder- und hundfreies Wochenende in Bremerhaven gegönnt. Schön war's und anstrengend und ich will sowas noch ganz oft haben.
Oma Huhn war so nett und hat sich in der Zeit um meine Jungs gekümmert und meine Wohnung bewacht. Und als ich nach Hause kam, hat alles geglänzt, so dass ich die nächsten Wochen nicht putzen muss und es war alles gebügelt. Alles. Auch Wäsche, die ich niemals bügeln würde (bzw. wenn schon, dann von links und mit schwacher Temperatur) ....
Ich stelle mir hierbei meine hektische Mutter mit dem putzwütigen Tunnelblick auf ihre schlampige Tochter ("Du bist wie deine Oma ...") und ihren schlampigen Haushalt vor. Bügelwäsche und zwar bergeweise - Verstand aus - Bügeleisen an - druff.
So. Nun habe ich zwar gebügelte Socken und BH und meine Kinder haben Bügelfalten in ihren Shorts. Dafür habe ich aber auch nicht mehr wasserdichte, schmutzabweisende Funktionsklamotten, die ich für die stundenlangen Draussen-Beschäftigungen mit den Hunden benötige.
Das nächste Mal werde ich alles, was ihrem Perfekter-Haushalt-Wahn entgehen soll, vorher gut wegschließen.
veilchenpastille am 08. November 13
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