Donnerstag, 3. April 2025
Tierchen-Trauer
Mit vielen Hunden und Katzen zusammenleben ist ja eine feine Sache. Viel Liebe und so weiter. Nur leider bedeutet viele Hunde und Katzen auch viele Abschiede.
2013 Katerli Piet
2017 Katerli Pelle
2019 der dicke rote Kater
2020 der Irish Wolfhound
2021 Madame Lilli & die Galgo-Dame
2023 der gute Bing
2024 - zwar wegen Umzug - aber ein Abschied war es trotzdem - die kleine wilde Honey
Jeder einzelne fehlt jeden Tag, einfach weil die Liebe zu jedem einzelnen Tierchen geblieben ist, aber der Empfänger weg.
Jetzt geht die Zeit mit meiner Wollewurst auch langsam dem Ende zu. Er hat Morbus Cushing. In seinem Fall sitzt der Tumor an der Hirnanhandrüse, also lasse ich nur noch die Sympthome behandeln, in der Hoffnung, dass er damit noch eine Weile gut leben kann. Ich könnte jeden Tag heulen. Um ihn, um alle anderen, um die gemeinsame Zeit, die vorbei oder bald vorbei ist.

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Nä. Geh weg!
Status: Kotzi, Kopfi, Bauchi, alles scheiße, inkl. Stimmung.

Und nein, ich will in gar keinem Fall reden.
Hat sich nichts dran geändert. Anrufe zwecklos.

Ich will den Kopf unter die Decke stecken und allein vor mich hin sumpfen. Allein die Hunde sind akzeptiert. Und meine Jungs. Sonst niemand. NIEMAND!!!

Manche möchten ein Eisbär sein, ich lieber ein Maulwurf.

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Sonntag, 19. Januar 2025
19.1.2025
TOP 1: Wetter
TOP 2: Stimmung
TOP 3: Wahl

TOP 1:
Wetter draußen: so kalt, dass die frisch befüllten Kackbeutel der Hunde beschlagen.

TOP 2:
Neues Gefühl: Die Vorstellung, was wäre, wenn mir heute jemand sagen würde, dass ich in den nächsten paar Stunden sterben muss: Ach, schade. Ich hab noch so viel zu tun.
Schon lange nicht mehr so weit von einem depressiven Schub entfernt gewesen, wie jetzt.

TOP 3: Kapiere nur ich die Wahlplakate nicht? Haben die, weil es schnell gehen musste, ihre Papierkörbe duchwühlt und die Fundstücke drucken lassen?

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Sonntag, 22. Dezember 2024
22.12.2024
Am Freitag habe ich erfahren, dass ich an Heilig Abend arbeiten muss. Seitdem geht es mir so schlecht, dass ich mit niemandem reden kann, niemanden in meiner Nähe vertrage, sogar die Hunde sind mir mit ihrer Zuwendung fast zuviel. Ich muss das erstmal verpacken. Heilig Abend Brunch mit den Kindern ist die einzige feste Verabredung, die ich habe und die in unserem wilden Patchworkkonstrukt funktioniert. An allen anderen Terminen fahren die Kinder zu den restlichen Familienteilen.

Mittlerweile habe ich mich soweit berappelt, dass ich den ganzen Tag Plätzchen gebacken habe. Keine Ahnung, wer die alle essen soll, aber beruhigend war es schon. Jetzt ist die letzte Ladung im Backofen und gleich schreibe ich meine dritte Einsendearbeit zu Ende. Mein ADHS-Hirn mag keine Zitierregeln. Das ist jedes Mal ein Kampf, der mich so viel Kraft kostet. Die Aufgabenlösung habe ich im Kopf, aber diese scheiß Zitate und das Literaturverzeichnis machen mich fertig.

Und ich hab mich verliebt an diesem Wochenende. In ein Buch. So lange nicht mehr sowas herzerwärmendes gelesen: Rónán Hession, Leonard und Paul. Das rettet mich während der Backofenpausen vor dem Durchdrehen und mich selbst in eine Klinik einzuweisen. Ab in die sichere, behütete Welt, wo man unter Gleichen ist und sicher sein kann, dass man davon abgehalten wird, Blödsinn, anzustellen, weil das Leben zu weh tut.

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