Freitag, 8. Juni 2012
EM 2012 - Jubel, Trubel, Heiterkeit
nur kurz und ohne am Text zu feilen:
Ich könnte kotzen, wenn ich die Vorfreude auf die EM sehe.
Anscheinend macht sich nur eine verschwindend geringe Anzahl von Menschen Gedanken über die Zustände betreffend Tiertötungen und Menschenrechtsverletzungen.
Auch, wenn es Proteste gegeben hat, auf die reagiert wurde. Nach der EM geht es sicher genauso weiter, wie vor der EM.
Wie kann man das Vergnügen am Fußball und das Geld, das sich damit verdienen lässt, über all diese Grausamkeiten stellen?
siehe hier:
http://www.peta.de/ukraine
http://www.amnesty.de/presse/2012/6/5/start-der-fussball-em-am-86-rote-karte-fuer-menschenrechtsverletzungen-der-ukraine

...bereits 519 x geplingploppt


Määhna sind Schwaihnääh
In meinem Haushalt gibt es einen heimlichen Stehpinkler. Da ich meinen Kindern glücklicherweise nicht mehr den Po nachputzen muss, bin ich über deren Entleerungsgewohnheiten nicht auf dem neuesten Stand. Herzensmann kommt ebenfalls in Frage.

Nur zu Hause nutze ich den Toilettengang nicht zum Trainieren meiner Oberschenkelmuskulatur. Nur hier entspanne ich mich und sitze bei meiner äußerst privaten und diskreten Toilettenzeremonie. Seit einiger Zeit hole ich mir jedes Mal einen nassen Hintern. Außerdem ist rund um die Toilette der Boden mit ekligen Spritzern vermatscht.

Ich will gar nicht wissen, welcher von den gnädigen Herren der Verursacher ist. Ich will nur, dass die ekligen Beeinträchtigungen, unter denen ich zu leiden habe, aufhören.

Gestern habe ich meine Beschwerde ganz allgemein an Prachtexemplar Nr. 2 und Herzensmann gerichtet. Beide haben äußerst interessiert zugehört und verdächtig unüberrascht reagiert. Jetzt muss ich mir nur noch Teenie-Ding vorknöpfen und dann hoffe ich auf Besserung.

Und wenn schon keine Umgewöhung auf Sitzpinkeln möglich ist, dann wünsche ich wenigstens ein Präzisieren der Zielgenauigkeit und/oder JEDES Mal eine allergründlichste Rundumreinigung des eingesifften Bereiches. Das kann ich als Huhn im Korb ja wohl erwarten. Schließlich belästige ich die männlichen Mitbewohner auch nicht mit meinen frauenspezifischen Privatheiten.

Männer. Bah.

...bereits 490 x geplingploppt


Montag, 4. Juni 2012
Es ist angerichtet
Wahrhaft abenteuerliche Abenteuer (er-)leben wir in Camp Hilde.

Heute Morgen kam ich um 10 nach 7 aus meinem Zimmer getaumelt, um meinen Kindern mitteilen, dass ich mal wieder verschlafen habe. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass es keinen Kaffee zum Wachwerden gibt. Stattdessen wurde ich durch einen verdächtigen Tumult im Flur schlagartig munter.

Piet und Bing waren total aufgeregt, gemeinsam eine Maus am jagen. Der Kater hing mit dem kompletten Oberkörper im Schuhregal, vom Hund hat nur der Kopf reingepasst, ich (die Frau über 40 in Schlöbber, Schlaftop, mit Knitterfalten und baumelnden Möpsen) hab Regal, Schuhe, Hund und Katze beiseite geschafft, um die Maus zu retten. Wobei Hund und Kater im Jagdfieber immer wieder nachgerückt sind. Das alles kommentiert von Prachtexemplar Nr. 2; Teenie-Ding stand daneben und hat die sensationelle Botschaft per SMS (hoffentlich ohne Foto) an seine Kumpels oder wen auch immer verschickt.

Danach waren wir alle wach - ich sogar ohne Kaffee. Die Maus durfte sich noch ein bisschen im Messbecher erholen, bevor sie von Prachtexemplar Nr. 2 rausgesetzt wurde. Hund und Kater waren beide immer noch eifrig mit der Suche nach dem Mäuschen beschäftigt - mein Jagderfolg war den beiden im Eifer des Gefechts entgangen. Und dann komme ich in die Küche und sehe etwas Großes, weit entfernt von Trockenfutterformat, im Futterschälchen von den Miezen liegen:



Tagesmenü:
Frische Maus - aus Freilandhaltung, halbiert und mit Pelz - von Küchenmeister Piet angerichtet auf Ikea-Silbernapf im Krönchendesign.
Da soll mal einer behaupten, Katzen hätten keinen Stil.

Und jetzt bekomme ich endlich meinen dringend erforderlichen Koffeinkick.

...bereits 792 x geplingploppt


Sonntag, 27. Mai 2012
Zu spät
Als ich im 10. Schuljahr war, durften wir „Großen“ während der Pausen im Klassenraum bleiben und mit unserem Kassettenrecorder Musik hören. Damals gehörten „Zu spät“ und „Du willst mich küssen“ von den Ärzten zu unseren Klassenhymnen. Wie das so ist, wenn man in der tiefsten Provinz lebt, sind in dem Alter die Konzerte jeglicher Bands unerreichbar, zumal ohne Führerschein und großzügige Eltern, die einen vielleicht hinfahren. Eltern, die mitgehen, wären damals undenkbar gewesen.

ABER!!!! Zu meinem letzten Geburtstag habe ich eine Ärzte-Konzert-Karte geschenkt bekommen, Herzensmann auch und Teenie-Ding auch. So kam es also, dass gestern die Frau über 40 nebst Anhang in den Genuss eines Ärzte-Konzerts kam. Auf einem alterskompatiblen numerierten Sitzplatz mit guter Sicht auf Bela B (sabber) und Sicherheitsabstand zum Gepoge vor der Bühne. Schön war das! Und in keinem Fall zu spät.

Das Publikum war altersmäßig sehr gemischt und ich war nicht die Älteste. Es gab sicher auch Frauen und Männer über 50, die sich das Vergnügen gegönnt haben. Viele mit den dazugehörigen Teenie-Dingern und Prachtexemplaren.

Zu spät war es allerdings für meine sauteuren, heißgeliebten Leder-Keilsandaletten. Mit denen hat sich nämlich während unserer Abwesenheit der Bärtige vergnügt. Das Leder ist zwar noch zu gebrauchen, aber die Absätze wurden im Fersenbereich fein säuberlich abgenagt. Die hatte ich gestern tagsüber an, so dass da mein tröstlicher Fußmief anscheinend am stärksten war. Zum Glück für Bing war ich einfach zu müde, um mich darüber aufzuregen. Damit war der gestrige Abend in zweifacher Hinsicht echter Luxus.

...bereits 443 x geplingploppt