Gaga in den Tag
Vorgestern hatte ich eine Erleuchtung.
Ich neige trotz aller Wecker-Tricks, die ich mir bisher ausgedacht habe, zum Verschlafen.
Derzeit sind es drei Stück, mit denen ich versuche morgens pünktlich aus dem Bett zu kommen. Einer davon liegt direkt neben der Kaffeemaschine, um mir den Einstieg in den Tag zu erleichtern. Alle drei gehen zu unterschiedlichen Zeiten an - keiner davon schafft es zuverlässig und auf Dauer, seinen Zweck zu erfüllen.
Aber die unangenehme Stimme von Lady Gaga hat mich abrupt aus dem Schlaf gerissen und erfolgreich aus dem Bett getrieben. Irgend ein gruseliges Lied von ihr lief vor zwei Tagen als der Radiowecker anging und ich bin sofort hochgeschreckt und Richtung Küche geflüchtet.
Ich glaube, ich werde mir ein Lied von ihr auf's Handy laden und als Weckton einstellen. Nur brauche ich unmittelbar danach einen positiven Kick, damit der Tag noch was werden kann.
...bereits 423 x geplingploppt
Millionen Menschen in Deutschland verzichten auf Hartz IV und leben damit in "verdeckter" Armut.
Hab ich heute in den Nachrichten gehört.
Heisst das im Umkehrschluss, dass Hartz IV-Empfänger in offener Armut leben?
...bereits 663 x geplingploppt
Radikale Selbstfürsorge
Hört sich gut an, nicht wahr?
Momentan nutze ich meine Arbeitslosigkeit zur Erledigung aller Arzt-, Friseur-, Sonstwas-Termine. Dabei habe ich immer viel Zeit zum Lesen von Klatschi-Tratsch-Frauenzeitschriften.
In einer davon war ein komplettes Dossier zu dem Thema "Gut zu sich selbst sein" (das ist jetzt kein Zitat), in dem der Begriff "Radikale Selbstfürsorge" vorkam. Seitdem hab ich das ständig präsent. Ich bin nämlich bis vor drei Jahren so rücksichtslos mit mir selbst umgegangen, dass ich irgendwann vor Erschöpfung zusammengeklappt bin und einige Monate lang krank war.
Einen Teil dieser Zeit war ich in einer Klinik, in der ich erst einmal lernen musste, wie das geht - gut zu sich selbst sein. War ganz schön anstrengend und immer noch verfalle ich kurzzeitig in alte Muster, aber ich habe glücklicherweise aufmerksame Menschen in meiner Nähe, die mir dann eins auf den Deckel geben. Manchmal - das ist immer ein echtes Highlight - merke ich es sogar selbst! Dann bin ich wieder lieb zu mir und alles ist gut.
Und der Knüller ist: Jetzt, wo ich fürsorglich zu mir selbst bin, hat sich so vieles zum Guten gewendet, teilweise sogar viel viel besser als ich es mir jemals hätte träumen können.
Die radikale Selbstfürsorge hätte ich also einfach schon früher anwenden müssen, um einigem Unglück zu entgehen. Andererseits - manche Dinge müssen vielleicht langsam wachsen, damit man sie umso mehr schätzen kann.
Also haltet euch an das eine Gebot: LIEB SEIN und meine Ergänzung: AUCH ZU EUCH SELBST.
...bereits 745 x geplingploppt