Man(n)kind
Durch den Umzug treibe ich mich ziemlich oft in Baumärkten herum.
Heute war ich unterwegs und habe Material für eine möglichst platzsparende, unauffällige, stabile und gleichzeitig leicht rückbaubare Katzentreppe gesucht.
Während ich an der Kasse in der Schlange stand, habe ich mir mal wieder die Zeit mit "Menschheit beobachten" vertrieben.
Heute habe ich mich an einem Modellhubschraubervorführer mit seinem begeisterten Publikum erfreut: Eine Hand voll älterer Herren, mit leuchtenden Augen und vor Glück strahlenden Gesichtern. Oooohhh so ein toller Hubschrauber. Guck mal, wie schön der fliegt ... Die Männer sahen aus, wie kleine Jungs kurz bevor sie den Weihnachtsbaum sehen dürfen. Süß.
Bestimmt haben einige davon einen Hubschrauber gekauft. Natürlich für den Enkel - macht ja nichts, wenn der vielleicht erst 3 Monate alt ist, oder so.
Die Wartezeit an der Kasse sollte ruhig öfter mal länger dauern. Viele spannende, teils befremdliche, oft amüsante, unfreiwillig komische Dinge werden in unserem täglichen Umfeld aufgeführt. Man muss nur zugänglich dafür sein.
veilchenpastille am 23. August 13
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Spiegelfrei
Heute Morgen ist mir aufgefallen, dass ich mich seit mindestens einer Woche nicht mehr gesehen habe.
So lange leben wir nämlich schon in einer umzugsbedingten Schwebe. Ein Teil der Möbel ist schon hier, der Rest noch dort. Keller und Speicher sind immer noch nicht entrümpelt und Kinkerlitzchen wie Spiegel, Vorhänge, Bilder haben den Umzug in unser neues Camp auch noch nicht geschafft.
Aber bald. Bald sehe ich wieder, ob mir noch Zahnpastareste im Gesicht kleben, wenn ich mich morgens aus dem Haus begebe. Super Aussichten.
veilchenpastille am 15. August 13
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Stimmungsflaute im Camp Jammerlappen
Ach.
Heute ist alles doof.
Nichts kann mich aufheitern.
Kein süßer Kater, kein dicker Puschihund, keine der anderen Miezen, keine braven Kinder.
Essen mag ich auch nicht und das ist ein Alarmzeichen. Wenn ich aufhöre zu essen, dann sind sofortige Gut-Tu-Maßnahmen angebracht. Mir fällt nur leider keine ein.
Heute morgen habe ich schon gemerkt, dass sich ein ganz übler Durchhänger ankündigt. Zuerst habe ich versucht, mich abzulenken. Ich habe aufgeräumt, Wäsche gewaschen, Betten frisch bezogen, die Spülmaschine angemacht, mich um die Viecher gekümmert, mit Schwesterherz telefoniert. Und jetzt sitze ich wieder hier und bin so elendiglich frustriert.
Trotz vieler Bewerbungen und einiger Vorstellungsgespräche zeichnet sich immer noch kein passender Job am Horizont ab. Gestern hatte ich ein Vorstellungsgespräch für eine Stelle, die ich zwar wirklich gerne annehmen würde, aber das Gehalt ist so mager, dass ich davon nicht leben kann (will). Noch nicht einmal die festen Kosten könnte ich damit tragen. Noch nicht einmal, wenn ich meinen Aushilfsjob dazurechne, würde es zur Kostendeckung reichen.
Die Wohnung, die ich gestern besichtigt habe und die sich als perfekt herausgestellt hat, ist noch bis zum 01.08. den Bewerbern über die Wohnungsfürsorge vorbehalten. Bis dahin muss ich zittern und kann nur hoffen, dass sich niemand außer mir dafür interessiert.
Ich hänge in einer ganz blöden Warteschleife und fühle mich als würde ich durch einen unsichtbaren Klotz in allem ausgebremst.
Mistekiste.
Sogar Werwölfchen hängt vollkommen betäubt in seiner Höhle herum und lässt sich nicht blicken.
Noch nicht einmal jaulen will es.
Ach.
So ein Elend.
Wo ist denn bloß der Notausgang?
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