Montag, 10. März 2014
Montag im Zeitraffer
00.15 Uhr: Alfonso muss Pipi, also raus aus dem Bett, rein in die Schuhe, raus auf die Wiese, schnell wieder rein ins Bett, unruhig weiterschlafen

5.45 Uhr: der Wecker piept - aus

5.50 Uhr: der Wecker piept - aus

5.55: Uhr: der Wecker piept - aus

... - aus

6.15 Uhr: na gut, ich steh ja auf

6.30 Uhr: raus mit den Hunden

7.00 Uhr: aufhübschen für die Arbeit

7.30 Uhr: Eis kratzen, rein ins Auto, Auto vom Nachbarn rammen

7.31 Uhr: die Nachbarn rausklingeln, alles klären, Fotos machen, in der Firma anrufen und Bescheid sagen, dass ich später komme

7.40 Uhr: jetzt aber endlich los

12.20 Uhr: Job 1 - Feierabend, ab nach Hause

12.50 Uhr: raus aus Stiefeletten & Blazer, rein in die Gummistiefel & Hundejacke, raus mit den Hunden

13.20 Uhr: raus aus Gummistiefel & Hundejacke, rein in T-Shirt & Pumps, mit dem Nachbarn den Versicherungsschaden klären

13.30 Uhr: ab zu Job 2

13.40 Uhr: Huch, falsche Richtung, drehen und zurück, richtig abbiegen

18.10 Uhr: Job 2, Feierabend, ab nach Hause

18.40 Uhr: der Mann ist schon da und so lieb, mit den Hunden zu laufen, raus aus den Pumps, rein in Gummistiefel & Hundejacke, mitlaufen und Tagesgeschehen besprechen

19.00 Uhr: Nachmittagskaffee

19.45 Uhr: Versicherungsgerümpel einscannen, sich wundern, warum das Laptop nicht funktioniert, feststellen, dass ich die Maus falsch rum halte

20.00 Uhr: Abendessen kochen

20.15 Uhr: kleine Pause beenden, in die Küche rennen, Nudelwasser kocht über, hoffen, dass dieser Tag ohne weitere Unfälle und Verpeiltheiten zu Ende geht.

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Sonntag, 9. März 2014
Das erste Jahr
Heute stehen mir mal wieder ständig die Tränen in den Augen, weil ich unseren Piet so vermisse.

Das hier wird der erste Frühling ohne Piet und ich wünschte, ich könnte ihn wieder hier haben. So schade, dass das nunmal nicht geht. Noch nie hab ich so sehr um eine Katze getrauert, wie um ihn und ich hoffe, dass es irgendwann aufhört so weh zu tun.

Das erste Jahr nach irgendwas ist - je nachdem, was es war - in den meisten Fällen entweder das Schlimmste oder das Schönste.

Zwei aktuelle Beispiele für das Schlimmste und das Schönste: Piet und der Mann.

Der Mann und ich haben den ersten Sommer, die ersten Geburtstage, das erste Weihnachten, das erste Silvester hinter uns und bald jährt sich unser erstes Grillen bei der patenten T., das zweite Grillen bei der patenten T., das erste Date und so weiter und so weiter.

Wunderschön das alles und ich bin jeden Tag dankbar für dieses Geschenk und wünsche mir ganz viele Jahrestage, bis wir irgendwann zusammen verbuddelt werden.

Dagegen haben wir bald den ersten Piet-Geburtstag ohne Piet, den ersten Sommer ohne Piet, meinen ersten Geburtstag ohne Piet und dann kommt schon bald der schreckliche Tag im Oktober zum zweiten Mal.

Danach wird jeder Jahrestag etwas weniger heftig und irgendwann bleibt nur noch der Gedanke an das Glück, dass wir diesen Kater wenigstens eine Weile in unserem Leben hatten.

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Mittwoch, 5. März 2014
dingeldidongdingdongelding
Und dann habe ich gestern wieder ein schönes neues Wort gelernt:

"DONGEL"

Das wurde mir ausgehändigt und heißt wirklich so. Es gibt auch noch andere Schreibweisen, aber diese stand auf der Quittung, die ich unterzeichnen musste.

Mit dem Dongel bekomme ich unsere Bürotür auf, wenn ich es vor das Dongelding im Treppenhaus vor der Tür halte. Dongelding heißt das zwar nicht, ist aber das Ding, das mein Dongel erkennt und mich reinlässt.

Wie das Dongelding nun wirklich heißt, weiß ich nicht. Aber das ist mir auch egal.
Mal zumindest heute.

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1. Arbeitstag à la Camp Hilde
Mein wirklich erster Arbeitstag - also gestern - hat dann damit begonnen, dass ich zu spät kam. Und zwar darum:
Ich hatte es geschafft, pünktlich aus dem Bett zu kommen, die Hunde zu versorgen, die Kinder zu wecken, meinen Kaffee zu trinken und gerade als ich mich Richtung Bad zum Aufhübschen begeben wollte, springt mein Wölfchen auf und hinkt kreischend vor Schmerz durch die Wohnung.

Ich hinterher, um zu sehen, was er hat. Und was hatte er? Eine seiner Zehen hatte sich in dem Rinderohr, das er gekaut hatte, verklemmt. Und zwar so fest, dass sich das Blut staute, wodurch der Zeh immer dicker wurde und immer fester saß.

Weil das Ganze so weh getan hat, mussten wir mehrfach neu ansetzen, um dieses Ding endlich von der Pfote zu bekommen: Hund kreischt vor Schmerz und hinkt von dannen, wodurch das Ohr wieder zurückrutscht, Mutti hinterher, Hund einfangen, fixieren und wieder lospopeln, um das bissige Ohr abzukriegen.

Nach ca. 20 Minuten hatten wir es endlich geschafft und es war höchste Zeit zu fahren. Ohne Duschen, Haarewaschen, ohne sorgsam ausgesuchte Klamotten am Leib. Zähneputzen, eincremen, Deo und ein halbwegs frisches Oberteil zur einigermaßen frischen Hose mussten reichen.

Zum Glück waren dank Karneval kaum Kollegen da und die Chefs auch nicht.

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