schwirr - wusel - proppevoll
Seit ich meine zwei Jobs habe, komme ich zu gar nichts mehr. So fühlt es sich mal zumindest an. Und natürlich stimmt das so nicht, weil ich es ja immerhin schaffe, morgens aufzustehen, zur Arbeit zu fahren, dort irgendwas zu tun, womit meine Chefs anscheinend zufrieden sind, nach Hause zu fahren, die Hunde und Katzis zu versorgen, ein paar Sätze mit meinen Jungs zu wechseln, wenigstens ab und zu was zu kochen, selten mal mit einer Freundin zu telefonieren, das allernötigste im Haushalt zu tun, meinen Mann zu knutschen und mich selbst einigermaßen lecker zu halten. Das ist ja schon eine ganze Menge.
Während ich all das erledige, fallen mir so viele Grundsteine für schöne kleine Aufsätze ein, dass ich gar nicht nachkomme mit notieren, sortieren, aus meinem Gehirn raus und in den Blog rein lassen.
Dummerweise sind die Grundsteine dann irgendwann versunken in den Tiefen meines wirren Hirns und kommen meistens nicht mehr zurück.
Die ganz aktuell schwirrenden schwebenden Taumelideen lauten:
Leben mit Hunden, also mehr als einem
das Glück den Mann zu haben - DEN Mann
sich Zeit nehmen, für das, was man wirklich will
die schrecklichsten Nachbarn der Welt
pubertierende Monster
die Haltbarkeit von Karnevalsbuntspray auf Kopfhaut von Kindern in der Schmuddelphase
die Wanderpokalkatze
Freigeistkinder und Schubladenmütter
Wünsche nach oben abgeben
Haussuche mit mehr als zwei Kindern
So. Das ist also meine To-Do-Liste für die nächsten Schreibstunden. Ich glaub, ich geh mal mein Notizbuch holen und verarbeite die Wuselgedanken, bevor sie wieder verschwunden sind.
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Groß werden
"Wir gehen heute am Rhein grillen."
Mit dieser Aussage hat sich mein Teenie-Ding ins Wochenende begeben.
Für mich in Ordnung. Ich wusste, mit wem er unterwegs war und wo er sich aufhält. Ist ja schön, dass er jetzt in das Alter kommt, wo man abenteuerliche Dinge erlebt und sich langsam von Mami löst.
Nur dass diese Aussage auch gleichzeitig "Ich schlaf dann beim Kumpel" beinhaltet, war mir nicht klar.
Für Teenie-Ding selbstverständlich.
Der konnte gar nicht verstehen, warum seine Mutter panisch versucht hat, ihn zu erreichen, nachdem er nicht zeitig nach Hause kam und kurz davor war, die Polizei zu rufen.
Ich musste ihn dann nochmmal daran erinnern, dass er mein Kind ist und ich seine Mama bin, dass ich immer noch Mama-Gefühle für ihn hab und besorgt bin, wenn er nicht nach Hause kommt.
Wir haben uns darauf geeinigt, dass er künftig auch diese Information an mich weitergibt.
Ist ja nur ein Satz mehr. Ein Satz mit großer Wirkung: Mami wird nicht panisch.
veilchenpastille am 06. April 14
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Wachmachharmonie
Heute Morgen war ich um 6 mit den Hunden draußen und hatte den Gedanken, dass die Natur das schon schön eingerichtet hat, dass nicht alle Lebewesen sich anhören wie Menschen.
Stellt euch mal vor, die Vögel, die Nagetiere, meine Hunde und alles, was um die Zeit schon wach ist, würde sich anhören, wie der Homo Sapiens. Und das alles morgens um 6.
Ach nö, dann lieber so, wie es ist. Vögelchen, die sich gemütlich wachzwitschern, piepende Nagetiere, die durchs Gras huschen und meine schnobernden Hunde.
Auch wenn es für mich schwierig ist, um diese Zeit aus dem Bett zu kommen. Wenn ich erst mal draußen bin und das Naturkonzert höre, dann bin ich wach und glücklich.
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