Murmeli im Winterschlaf
Letztes Wochenende hatten Herzensmann und ich mal wieder kinderfrei. Die Erzeuger meiner Prachtexemplare halten sich vorbildlich an die Jedes-Zweite-Wochenende-Regelung. Dafür bin ich ihnen äußerst dankbar. Schließlich tragen sie mit ihrer Zuverlässigkeit zur Pflege unserer Beziehung bei.
Wenn wir sturmfrei haben und es so richtig gemütlich und kuschelig (also noch jugendfrei) ist, dann neige ich dazu mein tief empfundenes Wohlbehagen durch meerschweinartige Laute zu vertonen. Die kommen einfach so aus meinem Innersten ungefiltert heraus. Vorherige Männer haben damit noch keine Bekanntschaft gemacht, woran man die Erlesenheit meiner Empfindungen für Herzensmann erkennt.
Die Meerschwein-Laute haben uns am Wochenende wiederholt amüsiert. Herzensmann freut sich zu meinem Glück darüber und ist nicht pikiert oder sonstwas. Anderenfalls wäre das eine essentielle Einschränkung für mich.
Über die Vertonung meines Wohlbehagens haben wir die Verknüpfung zu dem kleinen Zoo in unserer Nähe, den wir schon im letzten Jahr gemeinsam besuchen wollten, gebildet. Dort leben nämlich Erdmännchen. Und die finde ich ganz entzückend. Genauso wie Murmeltiere.
Wir haben uns als nächstes gefragt, ob Erdmännchen und Murmeltiere miteinander verwandt sind.
Ich habe recherchiert und zwar auf der empfehlenswerten Seite www.naturlexikon.com:
Nein, nicht verwandt. Erdmännchen gehören zu der Familie der Schleichkatzen, Murmeltiere zur Familie der Hörnchen. Lediglich in der Lebensweise von Erdmännchen und Murmeltieren gibt es leichte Überschneidungen, zum Beispiel das Leben in Kolonien und das Reagieren bei Gefahr mit schrillen Lauten.
Sehr sympathisch erscheint mir diese Schlafgewohnheit der Erdmännchen: Mehrere Tiere legen sich aufeinander, damit Wärmeverlust weitestgehend vermieden wird. An dieser Stelle gibt es wiederum eine Überschneidung zu meinem Verhalten. Herzensmann wird oft und gerne von mir (manchmal von meinen Katzen) als Wärmeunterlage genutzt.
Männliche Murmeltiere werden auch als „Bär“ bezeichnet, weibliche als „Katze“. Wer uns kennt, kann sich nun über die Analogie zu unserer jeweiligen körperlichen Konstitution freuen. Ganz besonders süß finde ich die Bezeichnung der Schweizer für Murmeltiere, nämlich „Murmeli“. Ich schätze mal, Herzensmann wird sich künftig mit einem neuen Namen abfinden müssen.
Ein bisschen beneide ich die Murmeltiere um ihren Winterschlaf. Wäre das nicht schön, wenn wir uns im Sommer eine beachtliche Speckschicht anfressen dürften, um dann die kalte Jahreszeit zu verschlafen?
Die Umwelt würde nicht durch den übermäßigen Gebrauch von Streusalz belastet. Die Kfz-Versicherungen würden viel Geld sparen, weil niemand mit Sommerreifen bei Schnee und Glatteis herumfährt. Die Natur könnte sich vom Schädling Mensch etwas erholen.
Wir blieben von Winterdepressionen verschont und würden pünktlich zur Paarungszeit schlank und ausgehungert wieder aufwachen. Auf den alljährlichen Weihnachtswahnsinn, die Frage, wie man Silvester verbringt und vor allem Karneval verzichte ich liebend gern.
Genug geträumt. Zurück in mein menschliches Chaos-Dasein im Camp Hilde. Prachtexemplar Nr. 2 wartet ungeduldig darauf, dass ich ihn zum Hort fahre. Ich hingegen habe langweilige Hausfrauendinge zu erledigen, ziehe später in den Kampf gegen lästigen Wabbel und setze vielleicht meine Abenteuer-Tour im Reich der Pappkartons (→ Magere Zeiten oder Konfetti aus dem Goldpokal) fort.
veilchenpastille am 21. Februar 12
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
...bereits 533 x geplingploppt
Das raffinierte Schweinchen-Gen
Als langjährig geübte Mutter arbeite ich mit allen Tricks. Ich frage zum Beispiel nicht „Willst du dich mal wieder waschen?“, sondern sage „Du darfst dir aussuchen, ob du baden oder duschen willst.“ Hört sich viel besser an, zeigt wie großzügig ich bin und bis zu einem gewissen Alter fallen die Kinder auch darauf herein.
Aber meine Kinder sind ja schließlich zur Hälfte von mir. Haben eindeutig das raffiniertes-kleines-Schweinchen-Gen geerbt. Prachtexemplar Nr. 2 ist mittlerweile neun, kennt meine Tricks, bemerkt das sofort, wenn ich sie anwende und versucht mit allen Mitteln dem Willen der Mutter zu entkommen.
Woher kommt dieses mangelnde Interesse am lecker sauber und frisch sein? Fühlt sich doch gut an und alle Menschen, die einem näher als zwei Meter kommen, freuen sich über einen angenehmen Duft und ansprechende Optik.
Wie so oft versuche ich mich daran zu erinnern, wie das bei mir in dem Alter war. Leider bin ich auf meiner Festplatte nicht fündig geworden. Ich finde lediglich verschwommene Erinnerungen an eine Mama, die mir morgens bevor ich aus dem Haus gehe vor den Augen meiner Freundin die Haare kämmt und mit dem Waschlappen noch einmal durchs Gesicht fährt. Dazu gibt es noch den Klassiker: Vor dem Besuch bei Oma oder im Restaurant auf's Stofftaschentuch mütterliche Spucke geben und damit der Brut beherzt durchs Gesicht wischen. All das habe ich vermieden, weil ich wenigstens etwas besser machen wollte, damit hier keine traumatischen Erlebnisse zur Waschverweigerung führen. Leider hatte diese gute Absicht nicht die gewünschte Wirkung. Die Ursache muss eine andere sein.
Alternative Theorien sind diese:
a) Dreck hält warm. Wir haben Winter.
b) Alle Jungs sind bis zur ersten Freundin Waschverweigerer. Manche auch danach noch. Das sind dann die hoffnungslosen Fälle.
c) Es könnte sein, dass Kind sich im Wasser auflöst. Kind will aber unbedingt groß und stark werden – gerne stinkend.
Vollkommen wurscht, woran es liegt. Ich will mein Ziel erreichen. Und zwar jedes Mal. Heute hatte ich ein super Argument. Kind hat rotes Spray in den Haaren. Damit könnten heute Abend die Kuscheltiere im Bett eingesaut werden. Nicht alle Kuscheltiere kann man waschen und unsere Waschmaschine frisst wahllos den zu waschenden Inhalt an. Die Gefahr ein verunstaltetes Kuscheltier zu haben will Kind nicht eingehen. Aber! Es handelt sich wie bereits erwähnt um MEIN Kind. „Mama, ich kann mich ja einfach über den Wannenrand beugen. So wie du, wenn du dir nur die Haare wäschst.“ So. Da hab ich es mal wieder. Clevere Kinder sind wirklich toll. Meine Jungs erfüllen mich mit Stolz und ich freue mich mindestens einmal am Tag über jeden von beiden. Meistens lebe ich sogar im Dauerfreu.
Nachgeben ist eine äußerst gefährliche Reaktion und liegt mir grundsätzlich nicht. Ich bin der Chef und notfalls lasse ich einfach keine Diskussionen mehr aufkommen. Mama-Chef befiehlt - Kind hat zu gehorchen. Diese Vorgehensweise hatte übrigens auch schon verdächtige Auswirkungen: Mein Teenie-Ding hatte im Kindergartenalter wahrscheinlich genau deswegen den Berufswunsch „Chef“. Darüber darf ich nicht weiter nachdenken. Ich hoffe, auf seiner Festplatte hat sich „Chef befiehlt – Nicht-Chef gehorcht“ nicht verfestigt. Das könnte im Berufsleben fatale Folgen haben. Momentan kann ich glücklicherweise keine Anzeichen in dieser Richtung entdecken, aber Kinder sind Wundertüten. Wer weiß, was da noch kommt.
Ich werde mir heute also Gedanken machen über die geschickteste Umsetzung meines Plans. Überraschungseffekte sind immer gut. Verwöhnprogramm ist auch nicht schlecht. Die Aussicht auf Badesalz, welches das Wasser blau färbt (beruhigendes Lavendel!) und in der Wanne etwas von Mama, diese natürlich positioniert vor der Wanne, vorgelesen zu bekommen zieht bei Prachtexemplar Nr. 2 manchmal noch. Vielleicht versuche ich das.
Was Teenie-Ding – derzeit meines Wissens noch ohne Freundin - im Bad veranstaltet weiß ich übrigens nicht. Seit ca. 2-3 Jahren verschanzt er sich zu meiner Freude alleine im Bad und tut Dinge. Die Geräuschkulisse (Zähneputzen, laufendes Wasser) passt, aber wie gesagt: raffiniertes, kleines Schweinchen...
veilchenpastille am 16. Februar 12
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
...bereits 643 x geplingploppt
Fluppdinger im Spülkasten
Wir befinden uns gerade in einer Alles geht kaputt Phase. Irgendeine höhere Macht schubst Menschen, die einen eigenen Haushalt gründen, mit dieser Gründung ein einziges Mal in solch eine Situation hinein und das reicht. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass man dann ein einziges Mal alle teuren Haushaltsgeräte gleichzeitig anschaffen muss.
Diese teuren Haushaltsgeräte haben eine ungefähr gleiche Lebensdauer und schwupp – schon ist man in diesem Teufelskreis drin. Falls es jemand geschafft hat, wieder rauszukommen – ich bitte um Nachricht.
Meist fängt diese Phase ganz unauffällig an: Eierkocher geht kaputt. O.K., Eierkocher ist nicht unbedingt notwendig, kann man auch drauf verzichten. Zwei bis drei Monate später: Kaffeemaschine geht kaputt. Mistekiste – man könnte drauf verzichten, ist aber morgens mit verquollenen Augen nicht in der Lage einen Wasserkocher anzuschalten und dann das kochende Wasser zielgenau in der perfekten Menge in den Filter zu schütten. Und erst die Unfallgefahr, die besteht, wenn man im Halbschlaf mit kochendem Wasser hantiert! Klarer Fall, neue Kaffeemaschine muss sein.
Spätestens an diesem Punkt sollten sämtliche Alarmglocken schrillen, das Tagesgeldkonto auf Liquidität geprüft und die Garantiekarten der derzeit vorhandenen Haushaltsgeräte gesucht werden. Vielleicht hat man seinerzeit beim Kauf in einem hellen Moment eine Garantiezeitverlängerung vereinbart? Nein, hat man nicht, man hat das Gerät im Zustand geistiger Umnachtung kombiniert mit Überforderung durch Alles geht kaputt Phase gekauft.
Wenn man nun ein wachsames Auge auf Spülmaschine, Waschmaschine, Herd, Kühlschrank hat, dann wird man auch bald belohnt. In unserem Fall hat die Spülmaschine den Lauf fortgeführt. Da aber ein Umzug ansteht und ich noch nicht weiß, ob in der neuen Bleibe nicht vielleicht eine voll eingerichtete Küche drin ist, wird keine neue gekauft. Leider ziehen sich unsere Umzugspläne unerwartet lange hin. Die Optik der Küche wird dadurch nicht besser, aber meine Schmerzgrenze betreffend Durcheinander ist echt hoch.
Seit einiger Zeit schwächelt die Waschmaschine und frisst das eine oder andere Kleidungsstück an. Das tut meiner Seele manchmal weh, aber ich habe beschlossen, diese Problematik noch eine Weile zu ignorieren.
Vorgestern hat meine liebe und sehr patente Freundin T mich darauf aufmerksam gemacht, dass das Brummen meines Herdes beim Einschalten der Kochplatte vorne links nicht normal ist. Ich bin kein Elektriker und habe mich mittlerweile an das Brummen gewöhnt. Die Platte wird heiß, wenn ich das will und auch wieder kalt, wenn ich das will. Ich halte also durch.
Parallel dazu ging die Toilettenspülung kaputt. Der Knopf lässt sich durchdrücken, ohne dass ein Widerstand zu spüren ist und so kommt einfach kein Spülwasser, wenn man es benötigt. Ich habe also den ganzen Mist auseinandergebaut und folgende Feststellung gemacht: Eine Reparatur des Knopfes ist nicht möglich, da er durch eine kleine Metallfeder zurückfluppt, die offensichtlich gebrochen ist. Meine Erfahrung mit kleinen Fluppdingern ist die, dass man die nicht als Ersatzteil kaufen kann, also wird sicher ein komplett neuer Spülkasten fällig.
Weiterhin befinden sich Spinnweben im Spülkasten. Das wirft ganz andere Fragen auf: Wie kommen die Spinnen da hinein? Sind diese Gebilde überhaupt ein Produkt von Spinnen? Egal welche Lebensform darin wohnt – wovon lebt die? Von einer anderen geheimnisvollen Lebensform? Von Spülwasser? Oder von der grauschwarzen Knatschepatsche, die ich dort ebenfalls zu meiner Überraschung gefunden habe? Ich habe wirklich nicht gewusst, dass Spülkästen innen so versifft sind. Woher kommt das? Ist das normal? Oder hat mir nur nie jemand beigebracht, dass man Spülkästen einmal in der Woche putzt? An dieser Stelle bitte ich also um Nachricht von Biologen und professionellen Reinigungskräften.
Eben habe ich mich noch einmal mit der Mechanik des Spülkastendeckels auseinander gesetzt und habe eine vorerst kostenfreie Notlösung gefunden. Ich entferne den kompletten Druckknopf. Dann befindet sich an dieser Stelle eine Öffnung. Durch diese Öffnung kann man das schwarze Kunststoffding, welches normalerweise durch den Knopf bewegt wird, unmittelbar herunterdrücken und das Wasser läuft. So kann ich den Kauf eines komplett neuen Wasserkastens noch ein bisschen schieben. Vielleicht fällt mir sogar noch eine bessere Lösung ein oder ich finde ein passendes Fluppding.
Aber wir sind noch nicht am Ende mit Alles geht kaputt. Der Motor meines Autos läuft im Leerlauf nicht mehr rund. Es kann was ganz harmloses sein. Das hoffe ich natürlich. Um das herauszufinden muss man aber bei meinem ansonsten wirklich tollen Auto die komplette Front auseinanderbauen. Allein das kostet fast eine ganze Arbeitsstunde. Welche Überraschung mein Auto für mich bereithält, ist an diesem Punkt noch unklar und wer weiß, was zur Auflösung noch alles auseinander genommen werden muss. Ich glaube, ich halte lieber das unrunde Gewackel im Leerlauf aus. Das scheint mir momentan die schonendere Alternative für mein manchmal empfindliches Nervenkostüm.
Sonst noch was kaputt? Nö, ich glaube das war's für's erste. Und nun fahre ich mit meinem unrunden Wackelauto zur Kita und bringe dem im Karnevalsfieber befindlichen Kind die Süßigkeiten für das Karnevalspartybuffet sowie die Judosachen. Danach schwinge ich meinen Hintern im Fitnessstudio auf diverse Geräte und freue mich des Lebens. Ich gehe nämlich nicht so schnell kaputt.
...bereits 606 x geplingploppt
Arrangements und Mutationen
Drei Miezen, zwei Jungs, eine Frau über 40 in einem chaotischen und etwas beengten Haushalt müssen jeden Tag Wege finden, sich zu arrangieren.
An manchen Tagen wird die Überbevölkerung in meiner Wohnung bereichert durch andere Teenie-Dinger, andere Frauen über 40, Kumpels von Prachtexemplar Nr. 2, meinen Herzensmann. Ab und an sind Vertreter aller Gruppen gleichzeitig anwesend. Dann kann ich die Heizung ausmachen, weil es von alleine mollig warm wird.
Im täglichen Arrangieren bevorzugen vor allem meine Miezen einfache aber effektive Lösungen. Jeder Raum ist aktuell im Besitz einer Mieze. Innerhalb von begehrten Räumen hat jede Mieze ein eigenes Unterrevier. Selbst ich bin in Reviere eingeteilt. Madame Lilli beansprucht meinen Oberkörper, der schwarze Pelz bevorzugt ohnehin den Fußbereich und Katerli Piet darf sich in der Mitte aufhalten.
Wenn es zu Unstimmigkeiten kommt, dann werden diese auf der Stelle ohne falsches Getue geklärt. Einmal Fauchen, notfalls draufkloppen, der oder die Stärkere gewinnt. Fertig.
Beneidenswert das, nur leider nicht immer alltagstauglich oder allzeit übertragbar auf ein Leben in der menschlichen Zivilisation.
Ebenfalls beneidenswert ist die natürliche Begabung für das „Locker in den Bauch atmen“. Da wird nichts eingezogen, nichts kaschiert. Der Pelz wächst mit und wenn das Fett im Sommer wieder weniger wird, dann hängt's halt. Macht nichts, füllt sich im Herbst ja sowieso wieder. Nur beim Laufen ist die pendelnde Masse manchmal hinderlich. Aber auch hier gibt es eine einfache Lösung: entweder gar nicht erst laufen oder dem wabbeligen Bauchbeutel breitbeinig ausweichen.
Und nun bin ich schon beim Sein ohne Wie geht’s weiter angelangt. Ich glaube, die Katzen haben diese Daseinsform erfunden. Sie machen das von der ersten bis zur letzten Lebensminute. Sie kennen gar nichts anderes. Diese Theorie beantwortet auch meine Frage, ob Katzen sich eigentlich über nichts oder über unfassbar viel Gedanken machen, wenn Sie z.B. mit leerem Blick auf einem Schaffell stehen und das schnurrend durchkneten: keine Gedanken – einfach nur sein.
Ein Teil von mir verharrt ja derzeit ebenfalls in diesem Zustand und ich bin sehr fasziniert von dieser unendlichen Leere. Sie ist weder beängstigend noch lähmend. Sie kann überhaupt nicht bewertet werden. Sie ist einfach da.
Mutiere ich nun zu einer Katze? Bin ich bald ungeeignet für ein Leben in der menschlichen Zivilisation? Sollte ich mir einen Job als lebende Wärmflasche suchen? Damit verdienen meine Miezen schließlich auch ihr Futter und ihre Leckerlis.
Das wäre bestimmt auch eine Tätigkeit, bei der der Werwolf in mir kuschelweich und friedlich bleiben würde. Wie die Katzen bestimme natürlich ich die zu wärmende menschliche Unterlage sowie Zeitpunkt und Dauer. Ob das dem betreffenden Menschen dann gerade passt, ist mir vollkommen gleichgültig. Zeitungen walze ich einfach platt, volle Kaffeetassen, die gerade an den Mund geführt werden, eliminiere ich mit einem zielstrebigen Kopfkick. Nach dem Einnehmen einer für mich möglichst bequemen Position beginne ich meinen Job. Wenn die Unterlage brav stillhält, aufhört zu lesen und den Kaffee kalt werden lässt, dann bekommt sie als Dreingabe eine feine krallenunterstützte Knetmassage sowie einen Sabberfleck auf dem Pulli.
Ich werde mal bei meinem Herzensmann anfragen. Vielleicht springt ja ein unbefristetes Arbeitsverhältnis für mich heraus.
veilchenpastille am 15. Februar 12
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
...bereits 441 x geplingploppt